Rasenpflege

Für einen dauerhaft dichten und grünen Rasen, der Ihrem Traumrasen entspricht, ist eine sachgerechte Pflege sehr wichtig. Wir haben einige Tipps zusammengestellt, die Ihnen einen Überblick über die Möglichkeiten zu geben.
Neben den folgenden allgemeinen Pflegehinweisen, haben wir für frische Rasenbesitzer die nach Jahreszeiten anfallenden Arbeiten unter:Rasenpflege nach Jahreszeiten aufgelistet.
Natürlich müssen die typischen Fehler auch genannt werden.

Mähen

Das Rasenmähen ist sicherlich der wichtigste Punkt zur Rasenpflege und sollte regelmäßig erfolgen.
Mit Beginn der Vegetationsperiode wird zum ersten Mal gemäht. Optimalerweise verändert man eine einmal gewählte Schnitthöhe nicht mehr.
In schattigen Lagen wählt man eine etwas höhere Schnitthöhe, sprich längere Grashalmlänge, da so der Halm seine Nährstoffe besser einteilen kann.
Der Mähzyklus sollte möglichst regelmäßig sein um ein perfektes Ergebnis zu gewährleisten. Sollte einmal keine Zeit sein um den Mähzylus einzuhalten, ist es wichtig dass der Rückschnitt in mehreren Intervallen mit jeweils einer mehrtägigen Erholungspause erfolgt. Des weiteren sollte ein Rückschnitt nie mehr als 50% der Grashalmlänge ausmachen.

Mulchen

Das Mulchen (stark verkleinertes Schnittgut verbleibt auf dem Rasen) erpspart oder veringert den Einsatz von Dünger. Viele Hersteller bieten extra Mulchkits an, die das Schnittgut weiter zerkleinern.
Wer ein bis zweimal die Woche mäht, benötigt eigentlich kein extra Mulchkit. Durch eine Variation der Mährichtung werden die Gräser besser erfasst und das Schnittgut gleichmäßiger verteilt.
Insbesondere bei nassem Gras sollte man langsamer fahren und darauf achten, dass sich keine Klumpen bilden.

Vertikulieren / Vertikutieren

Vertikutieren, manchmal auch Vertikulieren genannt, dient dazu das Moos und den Rasenfilz des vom vergangenen Winter zu vermindern. Die Erde wird dabei leicht angeritzt, damit Licht, Wasser und Nährstoffe besser in den Boden eindringen können.
Hat man mit starkem Moosbefall zu kämpfen empfiehlt sich ein eisenhaltiger Dünger z.B. ProfiGreen.
Mehr über Vertikulieren / Vertikutieren.

Nachsäen

Kleinere Lücken, die durch abgestorbenen Rasen oder Vertikulieren entstanden sind lassen sich recht schnell wieder auf Vordermann bringen.
Das Saatgut sollte von hoher Qualität sein, die Qualitätsunterschiede sind enorm. Hier sollte man nicht am falschen Ende sparen und lieber einen Euro mehr ausgeben. Empfehlenswert sind z.B. die Samen von Wolf.
Saatgut ist ein "lebendiges" Gut und damit nur begrenzt haltbar. Bei billigem oder altem Saatgut keinem nicht alle Körner und es entstehen wieder Lücken bzw. der Rasen ist nicht gleichmäßig bewachsen.

Rasendünger

Nur in seltenen Fällen verfügt der Böden über einen genügend großen Nährstoffvorrat, der eine ausreichende Versorgung des Rasens sicher stellt. Um dem Boden auf die Sprünge zu helfen Bedarf es der entsprechenden Düngung.
Stickstoff, Phosphor und Kalium sind die wichtigsten Nährstoffe. Zu viel Dünger macht nicht nur ökoligisch keinen Sinn, sondern schadet auch dem Rasen, deshalb immer die Dosierhinweise befolgen.
Zu Jahresbeginn sollte man einen Langzeitdünger wie z.B. von COMPO verwenden, gegen Jahresende sollte der Dünger mehr Kalium enthalten. Ein gutes Produkt ist der Kaliumdünger von Wolf.
Bei mangelnder Dünung verliert der Rasen sein sattes grün und verfärbt sich leicht gelblich.

Wasser

Insbesonder über die Sommermonate reicht die normale Niederschlagsmenge nicht aus um den Rasen mit genügend Wasser zu versorgen. Wasser wird benötigt, damit der Rasen die Nährstoffe aus dem Boden aufnehmen kann. Bei Wassermangel verfärbt sich der Rasen gelblich oder stirbt sogar ab(braun).
Grundsätzlich gilt: Lieber ab und an kräftig wässern als oft und mit geringen Wassermengen.
Optimal ist drei mal die Woche morgens für 20-30 Minuten Rasen sprengen. Sind Temperaturen von über 35°C angesagt, kann man ohne Probleme auch täglich wässern.

Unkraut

Ein zu tiefer Rückschnitt, Graslücken oder Nährstoffmangel sind die häufigsten Ursachen für das Ausbreiten von Unkräutern.
Unkräuter sind um ein Vielfaches widerstandsfähiger als Rasen und überlebt auch auf nährstoffarmen Böden. Unkraut sollte zügig bekämmpft werden, da es dem Rasen die Nährstoffe entzieht und sich somit rasch flächendeckend ausbreitet.
Unkrautbekämpfung sollte sobald es auftritt mict höchster Priorität bekämpft werden. Einzelne Kräuter kann man händisch entfernen oder mit Unkrautvernichter zu Leibe Rücken. Ein gutes Produkt ist von Neudorf Unkrautfrei

Allgemeines

Zur allgemeinen Rasenpflege zählt auch das Entfernen von Laub und Blättern. Ebenso schadet das längere Lagern von Unrat oder Gegenständen dem darunter liegenden Rasen. Ein kurzes abstellen ist, falls das Gras nicht zu lang, ist normaler weise kein Problem.

Wer all diese Ratschläge befolgt wir sich an einem prächtigen Rasen erfreuen können.

Rasenpflege nach Jahreszeiten

Je nach Jahreszeit benötigt ein Rasen, der optisch etwas hermachen soll, verschiedene Pflegeschritte.

Frühjahr

Sommer

Herbst

Winter

Typische Fehler

Rasen zu kurz mähen

Auch ein zu kurzer Schnitt schadet dem Rasen – besonders in heißen, trockenen Zeiten. Um den Rasen besser vor dem Austrocknen zu schützen, sollte er nicht zu kurz geschnitten werden, wenn es länger nicht geregnet hat. Die Mindestlänge sollte drei bis vier Zentimetern betragen.
Der zu kurze Rasen verbrennt, die Wuzeln leiden und an den Kahlstellen bildet sich Unkraut.

Lange Grashalme liegen lassen

Kurze Grasreste von wenigen Millimetern kann man getrost liegen lassen, sobald die Länge aber einen Centimeter übersteigt, sollten diese eingesammelt werden. Sonst erstickt der Rasen.

Mähen direkt nach dem Regen

Bei starker Nässe sollte man besser nicht mähen. Nasses Gras wird vom Rasenmäher nicht richtig erfasst und deshalb unregelmäßig abgeschnitten. Der Rasen ist anschließend unterschiedlich hoch, was die Optik stark beeinträchtigt.

Sonntags Rasen mähen

Das Bundesimmisionsschutzgesetz schreibt genau vor, wann man einen Rasenmäher in Wohngebieten einsetzen darf. Laut diesem ist es in allgemeinen und reinen Wohngebieten an Sonn- und Feiertagen ganztägig verboten, Rasenmäher zu nutzen. An Werktagen muss der Rasenmäher in der Zeit von 20.00 Uhr bis 7.00 Uhr ausbleiben.
Dies gilt leider auch für fast nicht hörbare Mähroboter, solange Nichts von den Gerichten entgültig entschieden ist und der lieben Nachbarschaftsfrieden willen gilt: Gerät in den Abendstunden und am Wochenende aus.
Bei Nichtbeachten der Ruhezeiten droht ein Bußgeld.
Je nach Bundesland, Stadt oder Gemeinde können sogar noch schärfere Vorschriften und längere Ruhezeiten vorgeschrieben seien.